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Ebola-Ausbruch: Keine Reisewarnung für Kongo
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WHO Ebola-Ausbruch: Keine Reisewarnung für Kongo

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht auch nach dem bestätigten Ebola-Fall im Kongo noch keinen Anlass für Reise- oder Handelsbeschränkungen. Der jüngste Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit in dem afrikanischen Land scheine sich auf eine abgelegene Gegend zu beschränken.

Eine mikroskopische Aufnahme des Ebola-Virus.

Quelle: AP

Goma. Am Freitag hatten die WHO und die Behörden des Landes bestätigt, dass es seit 22. April insgesamt neun Ebola-Verdachtsfälle in der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gab. Drei Menschen seien bereits an den Folgen eines hämorrhagischen – also mit Blutungen einhergehenden – Fiebers gestorben. Sechs lägen noch im Krankenhaus. Bei einer getesteten Person sei das Ebola-Virus bereits im Labor nachgewiesen worden.

Bei dem Virus handele es sich um den Subtyp Zaire. Die WHO sendet ein Expertenteam in das betroffene Gebiet, um die Lage zu untersuchen. Der kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga forderte am Freitag die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Die Behörden täten alles nötige, um die Epidemie im Bezirk Likati einzudämmen. „Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern.“

Bei der letzten Epidemie starben 49 Menschen

Das Ebola-Virus war 1976 im Kongo entdeckt worden. Während der letzten Epidemie in dem Land im Jahr 2014 starben 49 Menschen. Dem bislang größten Ebola-Ausbruch überhaupt fielen in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 bis 2015 mehr als 11 000 Menschen zum Opfer. Die WHO war seinerzeit mit ihrem Krisenmanagement in die Kritik geraten.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, nach WHO-Angaben sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten. Der Erreger lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Ein Impfstoff wird derzeit noch getestet.

Von RND/dpa

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