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Lizenz ist da! VfL mit Rückenwind ins Derby
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VfL Bad Schwartau Lizenz ist da! VfL mit Rückenwind ins Derby

Die Handballer vom VfL Bad Schwartau haben die Lizenz für die neue Saison mit einer kleinen Auflage erhalten. Für VfL-Chef Michael Friedrichs das richtige Signal für den Doppelspieltag (am Freitag in Rostock, Sonntag gegen Wilhelmshaven), aber keine Überraschung: "Das habe ich erwartet."

Kehrt am Freitag an seine alte Wirkungsstätte Rostock zurück und will den elften Derbysieg für Schwartau: VfL-Käptn Martin Waschul.

Quelle: FELIX KÖNIG

Lübeck. Der Anruf aus Köln, aus der Zentrale der Handball-Bundesliga (HBL) kam um kurz nach halb drei. „Alles super. Wir haben die Lizenz für die neue Saison mit einer kleinen Personalauflage. Welcher Art, das bekommen wir schriftlich mitgeteilt“, berichtete Kim Andersen, Geschäftsstellenleiterin der Schwartauer Zweitliga-Handballer.

Überraschend ist eher, dass bis auf Rostock alle 38 Klubs der 1. und 2. Bundesliga die Lizenz ohne Bedingungen erhalten haben. Die finanziellen Probleme, die während der Saison aus Bietigheim, Rimpar und Nordhorn zu hören waren, sind offenbar vom Tisch. Nordhorn hatte gar ein aktuelles Loch von 160 000 Euro.

„Die HSG hat die Unstimmigkeiten bereinigt. Bietigheim und Rimpar hatten nie Probleme“, erklärte Frank Bohmann auf LN-Nachfrage. Der HBL-Geschäftsführer bestätigte auch, dass „der Großteil der Zweitligisten und ein Erstligist“ Personalauflagen erfüllen müssen. Bohmann: „Wenn Klubs über dem Personaletat liegen, müssen sie den Nachweis der Finanzierung erbringen.“ Der VfL, der mit einem 17-köpfigen Kader und einem Etat von einer Million Euro plant, gehört dazu.

Einzig Rostock erhielt die Zweitliga-Lizenz nur unter einer Bedingung. Bis zum 4. Mai muss der HC Empor die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Wird der Klub wohl nicht. Denn der Tabellenletzte plant bei einem Rückstand von 15 Zählern zum rettenden Ufer ohnehin für die 3. Liga, will mit einem Etat von 700 000 Euro sofort wieder aufsteigen. Nur: Dem Klub droht jetzt noch ein Rechtsstreit mit Ex-Trainer Robert Teichert, dessen Beurlaubung im November in eine fristlose Kündigung umgewandelt worden war.

Der VfL Bad Schwartau reist so am Freitag zu einem etwas anderen Nordderby gen Osten (19.30 Uhr). Die Ospa-Arena ist mit 700 Zuschauern ausverkauft, doch die Fans warten seit elf Spielen, seit dem 23. Dezember, dem Überraschungssieg gegen Spitzenreiter N-Lübbecke, auf zwei Punkte. Der VfL kann mit einem Sieg den HCE-Abstieg sogar besiegeln.

„Klar, wir sind in Rostock erstmals Favorit, aber das Spiel wird kein Selbstläufer. Empor kann locker aufspielen, ist immer unbequem“, warnt VfL-Käptn Martin Waschul und ergänzt: „Das Wochenende ist enorm wichtig, mit zwei Siegen können wir Platz sechs festigen.“ Das Handicap: Torwart-Riese Dennis Klockmann lag die komplette Woche mit Grippe flach, konnte nicht trainieren.

jek

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